Berichte


23.07.2022 - Gemeinschaftsveranstaltung

In diesem Jahr fand nach längerer Corona-bedingter Unterbrechung wieder die traditionelle Gemeinschaftsveranstaltung zusammen mit den DJG'en Schleswig-Holstein und Winsen/Luhe sowie erstmalig auch der DJG Hannover statt.
Die DJG Schleswig-Holstein als diesjähriger Ausrichter hatte nach Cismar an der Lübecker Bucht eingeladen. Dort besuchten die Teilnehmer die Keramik-Werkstatt von Jan Kollwitz sowie das gleich gegenüber liegende Haus der Natur.

Zwischen den Besichtigungen trafen sich die Teilnehmer im Kloster-Cafè, wo für das leibliche Wohl gesorgt war. Hier konnten die bestehenden Kontakte gepflegt sowie neue Kontakte geschlossen werden.



Keramik-Werkstatt
Jan Kollwitz

Jan Kollwitz stellt in seiner Werkstatt Keramiken in einer traditionellen japanischen Technik her. Seit 1988 brennt er dort einen originalen Anagama-Holzbrennofen. Die Keramiken werden nicht glasiert. Farben und Glanz entstehen während des vier Tage dauernden Brandes. Die Flugasche verschmilzt auf den Gefäßen zu einer natürlichen Glasur. Rauch, Flammen und Glutkohle hinterlassen graue, rote und tiefblaue Färbungen.



Haus
der Natur

Das Haus der Natur mit Zehntausenden von Einzelstücken ist seit dem Sommer 1979 zu besichtigen, die Ausstellungsfläche beträgt mehr als 500 Quadratmeter. Gebäude und Sammlungen sind in Privatbesitz, die Betreuung erfolgt ausschließlich ehrenamtlich. Neben den üblichen einheimischen und exotischen Ausstellungsstücken eines Naturmuseums, wie Mineralien, Versteinerungen, präparierten Vögeln und Säugetieren, Insekten, Krebstieren, Korallen etc. vertritt das Haus der Natur ein besonderes Spezialgebiet: die Schnecken und Muscheln (Mollusken). Die Sammlung von Schnecken- und Muschelschalen ist besonders reich an ungewöhnlichen Stücken und mit mehr als 5000 ausgestellten Arten Deutschlands größte "Muschel"-Ausstellung.



14.06.2022 - Jahresmitgliederversammlung

Die reguläre Mitgliederversammlung des Jahres 2022 fand am 14.06.2022 im Glockenhaus Lüneburg statt. Eine Vielzahl von Mitgliedern war erschienen und war glücklich, dass in diesem Jahr wieder eine Versammlung in Präsenzform stattfinden konnte.

Nach Begrüßung und Klärung der Formalien gab der Vorsitzende Volker Geball den Bericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021 ab. Leider konnten auf Grund der Corona-Rahmenbedingungen nur wenige Veranstaltungen durchgeführt werden. Ursprünglich war vorgesehen, im zweiten Halbjahr 2021 das Programm wieder zu beleben, was jedoch durch die Entwicklung der Pandemie nicht möglich war. Erstmalig wurde im Jahr 2021 eine Online-Konferenz mit den Vorständen der DJG Lüneburg auf der einen und der Japanisch-Deutschen Freundschaftsgesellschaft Naruto auf der anderen Seite durchgeführt.

Nach den Berichten des Schatzmeisters Jens Lübberstedt und der Kassenprüfer Monika Ehrhard und Klaus Heymann wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Personell erfolgte eine Änderung im Vorstand: Simone Feller als Beisitzerin trat aus persönlichen Gründen von ihrem Amt zurück. Kerstin Gerber, die bereits vom Vorstand berufen worden war, wurde einstimmig als neue Beisitzerin bestätigt.

Nach den Erfahrungen in der Pandemie-Zeit schlug der Vorstand eine Änderung der Satzung vor. Wesentlicher Inhalt war die Etablierung der Möglichkeit zur Durchführung der Mitgliederversammlung in Textform ohne Anwesenheit an einem Ort. Nachdem der Vorsitzende Volker Geball die Hintergründe hierzu erläutert hatte, wurde die Änderung einstimmig beschlossen.

Abschließend wurde das für die nächsten Monate geplante Programm vorgestellt.


11.06.2022 - Kalligrafie-Workshop

Kalligrafie mit Imako Umesaka, Berlin

In Zusammenarbeit mit dem Nihonjinkai Hamburg fand erstmalig eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema "Kalligrafie" statt. Als Leiterin konnte Frau Imako Umesaka aus Berlin gewonnen werden.

Imako Umesaka (Künstlername: „Suikin“) wurde 1951 in Iwate/Japan geboren. Bereits als Kind lernte sie die Tuschemalerei von ihrem Onkel, der Tuschebilder sammelte. Ihr Studium der Kalligrafie absolvierte sie von 1970 – 1974 an der Daito Bunka Universität in Tokyo. Sie studierte bei renommierten Professoren wie der weltbekannten Dr. Kumagai Tsuneko, Aoyama San'u und Imazeki Shuuchiku. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet Imako Umesaka in Berlin. Seit 2000 veranstaltete sie eine Vielzahl von Ausstellungen und Seminaren.

Shodō ( 書道, wörtlich: „Weg des Schreibens“ ) ist die nach Japan übernommene chinesische Kalligrafie. Die Grundlagen wurden etwa im 6. bis 7. Jahrhundert aus China übernommen. Heute geht es bei der Schaffung eines Shodō-Kunstwerkes vor allem um eine expressive Darstellung und die Erlangung eines persönlichen Ausdrucks. Charakteristisch für die japanische Kalligrafie ist der fest definierte Rahmen, der jede Arbeit bestimmt. Eine Kalligrafie wird in einem Durchgang fertiggestellt, spätere Erweiterungen, Änderungen oder Verbesserungen sind unerwünscht. Dies grenzt den Vorgang des Schaffens zeitlich sehr stark ein. Andererseits ermöglicht es dem Betrachter, den Prozess der Entstehung und Ausarbeitung einer Kalligrafie im Nachhinein nachzuvollziehen und somit durch die Interpretation des Künstlers dessen Persönlichkeit im Werk wiederzufinden.

Zehn Teilnehmer fanden sich in den Räumen der Familienbildungsstätte Lüneburg ein, um nach einer kurzen theoretischen Einleitung eigene Erfahrungen in der Erstellung von Kalligrafien zu sammeln. Während einige Teilnehmer bereits Vorkenntnisse hatten, war es für andere die erste Erfahrung zum Anfertigen einer eigenen Kalligrafie. Alle erhielten Hinweise und Anleitungen durch Frau Umesaka, somit waren konkrete Ergebnisse für alle möglich.

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