リューネブルク独日協会

Berichte

20.01.2017 - Neujahrsfest

Als erste Veranstaltung des Jahres fand im Januar das traditionelle Neujahrsfest im Glockenhaus Lüneburg statt. Nach einer kurzen Rede des Vorsitzenden Volker Geball konnte dieser das Wort an den Japanischen Generalkonsul aus Hamburg, Herr Takao Anzawa, übergeben, der eigens nach Lüneburg gekommen war. Im Rahmen seines Grußwortes hob er die vielfältigen Aktivitäten der DJG Lüneburg und die gute Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat hervor.

 

 

Gruppe
"Brimborium"

Nach einem ausgiebigen Buffet schloss sich ein gemütliches Beisammensein an, bei dem alte Kontakte gepflegt und neue geknüpft werden konnten. Ergänzt wurde dieses durch ein Tombola mit schönen Preisen und einen Auftritt der Gruppe Brimborium, die die Anwesenden mit mittelalterlichen Anekdoten und Bänkelspielen erfreuten.

22.02.2017 - Mitgliederversammlung

Die reguläre Mitgliederversammlung der DJG Lüneburg fand wie in den Vorjahren im Restaurant Adlerhorst statt. Nach den Formalien zur Einleitung der Versammlung berichtete der Vorsitzende Volker Geball anhand einer kleinen Präsentation über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Höhepunkt hierbei war die Delegationsreise 2016 in die Partnerstadt Naruto. Im Anschluss stellte Schatzmeister Jens Lübberstedt die Finanzlage des Vereins, es schloss sich kurze Aussprache über die Berichte an. Auf Antrag der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Da Simone Feller, Beisitzerin, aus persönlichen Gründen zeitlich nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht, hatte der Vorstand beschlossen, einen weiteren Beisitzer zu berufen. Jürgen Puffahrt gab einige Informationen zu seiner Person und wurde anschließend einstimmig als weiterer Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Zum Abschluss der Versammlung gab der Vorsitzende Volker Geball einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr. Unter anderem kündigte er einen Spendenaufruf zur Errichtung einer Statue des Oberst Matsue in Naruto an. Weiterhin rief er zur Unterstützung bei der Organisation der Tagung des Verbandes Deutsch-Japanischer Gesellschaften in Lüneburg im Mai 2017 auf.

Abgerundet wurde die Versammlung durch einen kleinen Filmbeitrag zur Delegationsreise 2016.

11.03.2017 - Konzertveranstaltung

Am 11.03.2017 brachte ein international besetzter Chor mit rund 200 Sängerinnen und Sängern aus Naruto/Japan, Qingdao/China, Los Angeles/USA und Lüneburg gemeinsam mit den Lüneburger Symphonikern Beethovens Neunte Sinfonie auf die Bühne des Audimax der Leuphana Universität Lüneburg. Die Soli wurden mit Profis aus den beteiligten Ländern besetzt: Michiko Watanabe (Sopran/Japan), Tracy van Fleet (Alt/USA), Xiang Li (Tenor/China) und Peter Felix Bauer (Bass/Deutschland). Thomas Dorsch, Musikdirektor am Theater Lüneburg, dirigierte das Orchester.

Dieses Stück gilt als heimliche Nationalhymne und hat nach der Erstaufführung in Japan 1918 im Lager Bando eine besondere Bedeutung für die Partnerschaft zwischen Lüneburg und Naruto.

Das Konzert war nach der offiziellen Eröffnung des Audimax am Vormittag des 11.03.2017 die erste öffentliche Veranstaltung in dem neuen Gebäude sein.

In der lokalen Presse wurde ausführlich vor (LZ vom 11.03.2017) und nach (LZ vom 13.03.2017) der Veranstaltung berichtet.

24.03. - 27.03.2017 - Besuch Shimizudani Highschool Osaka

Seit mehreren Jahren besteht ein intensiver Kontakt der DJG Lüneburg mit der Shimizudani Highschool in Osaka. Nun besuchte der Schulchor mit einer Gruppe von 30 Schülerinnen und Schülern Lüneburg und verbrachte mehrere Tage hier. Die Unterbringung erfolgte bei Familien von Schülern des Gymnasiums Johanneum Lüneburg und Mitgliedern der DJG.

 

Chor der
Shimizudani Highschool
Osaka

vor dem
Rathaus

Zunächst wurde die Gruppe im Rathaus durch Bürgermeister Kolle begrüßt, der persönlich mit der Gruppe anschließend eine Rathausführung gestaltete. Anschließend gingen die Mitglieder der Gruppe in ihre  Gastfamilien, die individuell ihre Gäste betreuten.

Im Rahmen des Aufenthalts hatte der Chor auch zwei musikalische Auftritte: Am Samstag fand eine Konzertveranstaltung im Glockenhaus Lüneburg statt, am Sonntag wirkte der Chor beim Gottesdienst in der St. Johanniskirche Lüneburg mit.

Nach dem Wochenende reiste die Gruppe dann weiter zu einem Besichtigungsprogramm in Bremen und Hamburg, um dann die Rückreise nach Japan anzutreten.

26.04. - 27.08.2017 - Bandō-Ausstellung im Museum Lüneburg

Das Kriegsgefangenenlager Bandō, gelegen auf dem heutigen Gebiet unserer Partnerstadt Naruto, stellt den historischen Ursprung der Städtepartnerschaft zwischen Naruto und Lüneburg dar. Darüber hinaus hat sich hieraus auch die Partnerschaft zwischen der Präfektur Tokushima und dem Land Niedersachsen entwickelt.

 

Ausstellung

"Begegnungen hinter Stacheldraht -
Deutsche Kriegsgefangene im Lager
Bandō in Japan 1917 - 1920"

Das Geschehen im Lager Bandō liegt nun 100 Jahre zurück. Das war Anlass für eine Ausstellung, die die ungewöhn­liche Geschichte des Lagers erzählt, in dem im Ersten Weltkrieg rund 1000 deutsche Soldaten interniert waren. Unter einer liberalen Lagerleitung entwickelte sich ein viel­fältiges kulturelles Leben, das langfristig zum Aufbau freundlicher Beziehungen zwischen Japan und Deutschland beige­tragen hat. Naruto berufen sich nicht zuletzt auf die Geschichte des Lagers Bandō.

Die Ausstellung bot mit über 150 Objekten und Dokumenten aus dem In- und Ausland eine einmalige Gelegenheit, dieses fast vergessene Kapitel der deutsch-japanischen Geschichte anhand originaler Exponate nachzuvoll­ziehen. Einen Flyer zur Veranstaltung, in dem sich auch das Begleitprogramm mit verschiedenen Einzelveranstaltungen findet, können Sie hier (PDF) aufrufen.

Nach dem Ende der Ausstel­lung im Museum Lüneburg wird die Sonder­ausstellung zu einer transpor­tablen Wander­ausstel­lung umgear­beitet. In dieser Form werden die „Begegnungen hinter Stacheldraht” ab 2018 zunächst in verschiedenen Städten Nieder­sachsens zu sehen sein.

25.08. - 27.08.2017 - Besuch der Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft (DJJG)

Die Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft (DJJG) organisiert seit vielen Jahren das Austauschprogramm "Hallo Deutschland", in dessen Rahmen ca. 20 Teilnehmer aus Japan Deutschland besuchen können. Neben einem Programm mit Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen sollen auch Möglichkeiten zu persönlichen Kontakten geschaffen werden.

 

Teilnehmergruppe
"Hallo Deutschland 2017"

nach der Begrüßung
im Rathaus Lüneburg

Hierzu besuchte die diesjährige Gruppe Lüneburg und verbrachte drei Tage bei Familien von DJG-Mitgliedern (Homestay). Nach Ankunft in Lüneburg wurde die Gruppe zunächst im Rathaus von Bürgermeister Eduard Kolle begrüßt, der es sich nicht nehmen ließ, die Gruppe anschließend selbst durch das Rathaus zu führen. Es schloss sich eine Stadtführung an, in der Volker Geball, Vorsitzender der DJG, einen kleinen Eindruck der historischen Innenstadt vermittelte.

Anschließend trafen sich die Teilnehmer mit ihren Gastgeberfamilien, die den weiteren Aufenthalt individuell gestalteten. Am Samstagnachmittag fanden alle bei einem gemeinsamen Grillen wieder zueinander.

Als die Gruppe dann am Sonntag Lüneburg wieder verlassen musste, um das Gesamtprogramm fortzusetzen, hatten sich schon viele persönliche Freundschaften entwickelt.

26.08.2017 - Grillnachmittag

Wie in jedem Jahr trafen sich die Mitglieder der DJG im Sommer zu einem gemeinsamen Grillnachmittag bei der Marinekameradschaft Lüneburg, um zusammen einige gemütliche Stunden zu verbringen. Auch dieses Mal beschränkte sich der Vorsitzende Volker Geball auf einige kurze Begrüßungsworte und gab damit Raum für viele Gespräche der Mitglieder untereinander.

 

Gemeinsames Gruppenbild
mit den Teilnehmern von
"Hallo Deutschland 2017"

Einen Unterschied zu den Vorjahren gab es aber doch: Die Angehörigen der Teilnehmergruppe des Programms "Hallo Deutschland" wurden von der DJG mit zur Veranstaltung eingeladen. Auch für sie war es ein besonderes Erlebnis, in dieser Form eine gemeinsame Veranstaltung mit ihren Gastgebern zu verbringen.
Alle hatten eine fröhliche Zeit miteinander ...

02.09.2017 - Gemeinschaftsveranstaltung

In jedem Jahr veranstalten die DJG'en aus Kiel, Lüneburg und Winsen/Luhe einmal eine gemeinsame Veranstaltung, um die Kontakte untereinander zu entwickeln und zu vertiefen. In diesem Jahr ging die Reise nach Kiel.

Nach Eintreffen per Bahn in Kiel ging es mit dem Bus weiter zum Freilichtmuseum Molfsee. Dort wurde den Teilnehmern durch zwei fachkundige Führer die Anlage in ihrer Entstehung und dem heutigen  Aufbau eingehend erläutert.
Die Führung endete in der "Meierei" des Museums, wo das gemeinsame Mittagessen in Form einer Brotzeit eingenommen wurde. Anschließend konnten je nach persönlichem Interesse einzelne Bereiche des Museums genauer erkundet werden.

Nach Rückkehr zum Bahnhof Kiel blieb einige Zeit zur freien Gestaltung in der Innenstadt, bevor es dann mit dem Zug wieder zurück nach Lüneburg ging.

Alle Teilnehmer freuen sich schon auf die Veranstaltung im nächsten Jahr, wenn die DJG Winsen/Luhe Ausrichter sein wird.

 

24.10.2017 - Vortragsveranstaltung

Zum nunmehr 10. Mal kam Dr. Kenji Kamino aus Hannover nach Lüneburg, um fachkundig zu einem weiteren Thema vorzutragen. Er befasst sich seit mehreren Jahren intensiv mit verschiedenen Aspekten der japanischen Kultur, die er im Rahmen von Vortragsveranstaltungen darstellt. Sein Thema lautete "Okinawa - Das japanische Ferienparadies!?".

 

 

Dr. Kenji Kamino
Hannover

Okinawa ist als beliebter Ferienort mit subtropischem Klima bekannt. Die Besonderheit dieser Präfektur liegt in der sehr eigenen kulturellen und sozialen Entwicklung, die sehr langsam voranging. Mitte des 15. Jahrhunderts stand das Gebiet als vereinigtes Königreich „Ryūkyū“ unter beträchtlichem Einfluss chinesischer Kultur, war aber politisch weitgehend unabhängig von China und Japan. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde es vom japanischen Fürstentum Satsuma erobert und verlor seine Unabhängigkeit. Japan ließ jedoch die Monarchie bestehen, wodurch das Königreich seine eigentümliche Kultur entwickeln konnte. Nach dem Ende der Samurai-Zeit in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts führte die neue Meiji-Regierung verschiedene Reformen durch, die in das Ende des Königreichs und die Eingliederung Okinawas als Präfektur in den japanischen Nationalstaat mündeten.
In der weiteren Entwicklung der Weltgeschichte tauchte Okinawa erst wieder zum Ende des Zweiten Weltkrieges auf. Im März 1945 begann die Schlacht um Okinawa, die drei Monate andauerte. Nach Kriegsende richteten die USA mehrere Luftwaffen- und Marinestützpunkte auf Okinawa ein und das Gebiet wurde 27 Jahre lang vom US-Militär regiert. Die Rückgliederung in das japanische Staatsgebiet erfolgte erst 1972. Heute leidet die Präfektur Okinawa unter großen Belastungen durch die fortwährende starke Präsenz amerikanischer Streitkräfte.
Der Vortrag beleuchtete die besondere Entwicklung Okinawas vom Königreich Ryūkyū bis zur heutigen Präfektur und gingauf Aspekte von Natur und Kultur sowie Geschichte und Politik ein.

Konzertveranstaltung - 03.12.2017

Als letzte Veranstaltung des Jahres führte die DJG Lüneburg am 1. Advent eine Konzertveranstaltung im Forum der Musikschule Lüneburg durch. Dargeboten wurde eine Kombination aus Querflöte und Harfe, eine Mischung, die selten zu hören ist.

Der Vorsitzende Volker Geball konnte Kanae Abe (Querflöte) und Natalia Girunyan (Harfe), bei aus Hamburg, in Lüneburg begrüßen.  Beide zeigten sich als Meisterin ihres Faches und wussten die Besucher zu begeistern.

 

 

 

Natalia Girunyan (Harfe)
    &
Kanae Abe (Querflöte)

Im Duett und auch als Solistinnen spielten beide eine interessante Programmabfolge aus bekannten und weniger bekannten klassischen Stücken, aber auch japanische Klänge waren zu hören.

U.a. wurde gespielt: "Morceau de concours" (Gabriel Fauré), Arie aus "Orpheus" (Theobald Böhm, Willibald Glück),  Nr. 1 Sinfonia aus der Kantate "Ich steh mit einem Fuß im Grabe" (Johann Sebastian Bach) und "Danse lente op.56b" (Joseph Jongen), als Klänge mit japanischem Hintergrund "Mei" (Kazuo Fukushima), "Hamabe no uta" (Tamezo Narita), "Yuki" (japanisches Traditional) und "Kazabue" (Michiru Oshima).

Die Besucher waren begeistert und dankten mit lang anhaltendem Applaus.