リューネブルク独日協会

Präfektur Tokushima

Tokushima - die grüne Präfektur an der beliebten Pilgerroute  

Die Partnerpräfektur Niedersachsens lockt mit atemberaubender Natur und kulturellen Höhepunkten, die ihresgleichen suchen. 

Die Präfektur Tokushima befindet sich auf der kleinsten der vier Hauptinseln Japans, auf Shikoku. Sie besticht durch klimatische Vielfalt und abwechslungsreiche Natur. Etwa 80 Prozent der gesamten Präfektur sind gebirgiges Gebiet, stattliche 76 Prozent sind bewaldet. Der größte Teil der bewaldeten Gebirgsregion liegt im Süden. Sie gehört im Sommer zu den niederschlagsreichsten in ganz Japan mit ganzjährig warmen Temperaturen. An der südöstlichen Küstenlinie, die an die Nachbarpräfektur Kochi anschließt, sind einige der besten und beliebtesten Surfgebiete Japans zu finden.

Auch in der an das Binnenmeer Setonaikai grenzenden nördlichen Region, wo sich die wenigen flachen Ebenen Tokushimas befinden, herrschen warme  Temperaturen. Hier ist das Klima zusätzlich noch sehr trocken, was zur Förderung der Salzindustrie, z.B. in Naruto, der Partnerstadt Lüneburgs, führte.

Von Ost nach West zieht sich ein Alpinengebiet um das Shikoku-Gebirge mit kühlem und feuchtem Klima quer durch die Präfektur und teilt sie längs. Im Winter fällt hier ausreichend Schnee, um Skisport zu ermöglichen, im Sommer locken angenehm kühle Temperaturen zu Wander- und Klettertouren in den Wäldern.

Neben den Meeren und dem Gebirge prägen auch zahlreiche Flüsse die Landschaft. Der Yoshino-Fluss, einer der größten Flüsse Japans, schlängelt sich nördlich am Shikoku-Gebirge entlang und formte im Laufe der Zeit zahlreiche kristallische Schieferschluchten.

Genießen kann man die abwechslungsreiche Natur Tokushimas z.B. auf der berühmten Pilgerroute der 88 Tempel. Ihr Besuch soll die Wandernden von ihren 88 Sünden befreien und ihnen die Erleuchtung bringen, so heißt es. Der Ursprung dieser Route liegt etwa 1200 Jahre zurück, als der buddhistische Priester Kobo Daishi diese Route gepilgert sein soll und seine Schüler nach seinem Tod ebenfalls auf dieser Strecke zu pilgern begannen. Frisch erholt und ausgeglichen können Besucher dann zur Obon-Zeit im August überall den lebhaften Awaodori-Tänzen auf zahlreichen Festivals beiwohnen oder sich von den Awa Ningyo Joruri-Puppentheaterspielern bezaubern lassen.


(aus:
"Japan auf einen Blick",
Nachrichten des Japanischen Generalkonsulates Hamburg vom Oktober 2007)